Ein Klassiker mit vielen Namen



In Amerika kennt jeder den bequemen Gartensessel, der mit seinen breiten Armlehnen und seiner klassischen Fächerform an entspannte Urlaubstage auf Cape Cod erinnert. Das beliebte Möbelstück trug im Laufe der Zeit schon viele Bezeichnungen - mit kleinen und größeren Abweichungen vom Original.

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Seinen geläufigsten Namen verdankt der amerikanische Gartenklassiker seiner urwüchsigen und abgeschiedenen Heimat im Norden des US-Bundesstaates New York: Die Adirondack Mountains gelten als eine der Ursprungsstätten der modernen Outdoor-Möbel-Kultur, die sich den Luxus höchsten Komforts in freier Natur zum Anspruch erkoren hat.

Im Jahre 1903 ist hier im kleinen Städtchen Westport die Urvariante des mondänen Gartenstuhls entstanden, der "Westport Chair": Seine nach hinten geneigte Rückenlehne, die Sitzfläche sowie die breiten Armlehnen bestanden jeweils aus einem ganzen, geraden Schnittholz.

Der "Großvater" der amerikanischen Gartenstühle: Der Original Westport Chair (links) und sein Nachfolger: Der Adirondack Chair (rechts)

Aus dieser Urform entwickelte sich bald darauf der noch komfortablere "Adirondack Chair" wie wir ihn heute kennen: gefertigt aus einzelnen hochwertigen Holzplanken. Charakteristisch für das neue Design war seine fächerförmige Rückenlehne, welche man ebenso leicht geschwungen gestaltete wie die nach hinten geneigte Sitzfläche.

Das kanadische "Original"

Auch nördlich der Grenze, im benachbarten Kanada, wusste man bald um die Qualitäten des schicken Outdoor-Sessels, der hier unter dem Namen "Muskoka Chair" Bekanntheit erlangte. Die indianische Bezeichnung "Muskoka" geht auf die gleichnamige Region in der kanadischen Provinz Ontario zurück, die wegen ihres Seenreichtums und ihrer ausgedehnten Wälder heute noch bei Erholungssuchenden hoch im Kurs steht.

Im französischsprachigen Kanada heißt der Adirondack Chair wiederum "Chaise des Laurentides" oder engl. "Laurentian Chair", da er zunächst in den laurentinischen Bergen als rustikales Outdoor-Möbelstück Erfolge feierte.

Ein waschechter Kanadier: Der Muskoka Chair

Der eingetragene Name "Bear Chair" stammt ebenfalls aus Kanada und geht auf eine Firma zurück, die in den 1980er Jahren begann, das Design der Adirondack-Stühle zu übernehmen und hochwertige Gartenstühle nach dem klassischen Vorbild zu produzieren.

Von Westport nach Hamburg 

Große Ähnlichkeit hat der Adirondack Chair mit dem berühmten Hamburger Parksessel, dem sogenannten "Hummelstuhl".

Im Sommer 1953 entspann sich in der Hansestadt anlässlich der Internationalen Gartenbauaustellung die Tradition, anstelle unbequemer Parkbänke Liegesessel aufzustellen, in denen der Ruhesuchende allein für sich, aber dennoch draußen in geselliger  Umgebung die Seele baumeln lassen kann. Seither stehen in den Alsterparks und Alsterwiesen jedes Frühjahr wieder die weißgetünchten "Hummelstühle" (auch "Alsterstühle") für Spaziergänger bereit.

Ebenfalls bekannt ist der Adirondack Chair in Deutschland unter der Bezeichnung "Strahlensessel" oder ganz salopp "Amerikastuhl".

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